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Aus den Landesverbänden

"Der Eber sagt zu seiner Frau, ..."

Ausflug in den Fürther Stadtwald zu den Wildschweinen

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge...

Die Krippe Wölckernstraße verabschiedete sich mit einem Gartenfest von zwei Kolleginnen und feierte...

Nürnberg-Gärten: Wir haben noch Plätze frei!

Für September und November haben wir noch Plätze frei und freuen uns auf neue Kinder.

Sommerfestpicknick im Hummelsteiner Park

Wir sagen unseren zukünftigen Kindergartenkindern auf Wiedersehen.

Hitzealarm ...

.... Zeit zum Matschen und zum Plantschen

Teilnahme an der musischen Woche 2019

Am Donnerstag, 11.07. traten die Schüler*innen nicht nur mit dem Mini-Musical "Der kleine Eisbär...

Große Probe zu "Der kleine Eisbär ist weg"

Nachbarn aus dem Seniorenzentrum "Haus Fronmüller" und dem HV Kindergarten bekamen einen kleinen...

Tag der offenen Tür

Am 29.06. lud die Humanistische Grundschule zu ihrem Tag der offenen Tür ein...

Praktikumswochen der 4. Klasse

Wie jedes Jahr dürfen die Viertklässler zum Ende des Schuljahres in Kindergarten oder Krippe des HV...

Junge Humanist*innen machen Radio

Die Jungen Humanist*innen haben mit FreeSpirit Jugendradio eine Radiosendung produziert, u. a. zum Sommernachtfilmfestival. Hören Sie mal rein heute um 18 Uhr, Samstag um 12 Uhr und Sonntag um 10 Uhr auf 106.5 in Nürnberg oder im Stream stream.afkmax.de/afkmax-hq.mp3

Juniorhelfer Kurs

Fleißige Helfer*innen in allen Notlagen wurden auch dieses Jahr wieder an unserer Schule...

Einkaufen im "Lernsupermarkt"

Die rote Gruppe der Humanistischen Grundschule hat vergangenen Monat den Lernsupermarkt „Ludwigs...

Wir feiern: 5 Jahre Humanistische Krippe in Alterlangen am 13.7., 10-17 Uhr

Wir laden alle Interessierten und Familien ein, mit uns unser 5jähriges Bestehen zu feiern. Ein...

Gärten: Wir haben noch Plätze frei!

Für September und November haben wir noch Plätze frei und freuen uns auf neue Kinder.

Sommerfest am 5. Juli, 14.30 bis 17 Uhr

Am Samstag, 5. Juli begrüßen wir alle Familien zu unserem Sommerfest. U. a. mit Schatzsuche,...

Sommerfest

Am 28.6.19 findet ab 16 Uhr im Südstadtpark unser Sommerfest mit Picknick statt. Es gibt einen...

Verstärkung für das Berliner HV-Büro

Seit 20 Jahren ist Lahmann, studierte Sprachwissenschaftlerin, systemischer Coach und Mediatorin, im Non-Profit-Sektor tätig. Sie arbeitete für verschiedene Nichtregierungsorganisationen und Sozialverbände, darunter Plan International und World Vision. Sie war Bundesgeschäftsführerin des Albert-Schweitzer-Verbandes der Familienwerke und Kinderdörfer und zuletzt hauptamtliche Bundesgeschäftsführerin des Humanistischen Verbandes Deutschlands.

Für die Humanistische Vereinigung (HV) übernimmt Lahmann nun zum 1. August die Leitung des Berliner Büros in der Pappelallee. Als erfahrene Netzwerkerin wird sie mit Arik Platzek unsere Stimme in der Bundeshauptstadt sein, Kontakte zu anderen (Sozial-)Verbänden knüpfen und humanistische Anliegen vor politischen Entscheider*innen vertreten. "Ich möchte in einem Land leben, in dem die Gleichbehandlung von religiösen und nichtreligiösen Menschen selbstverständlich ist", so Lahmann. "Voraussetzung dafür ist ein grundlegendes Umdenken in Politik und Verwaltung. Es braucht Herz und Verstand, aber auch Toleranz, Kooperation und einen langen Atem, um hier erfolgreich zu sein. Auf diese Herausforderung freue ich mich."

Michael Bauer, Vorstand der Humanistischen Vereinigung, zeigte sich erfreut, "dass wir eine so engagierte und erfahrene Humanistin dafür gewinnen konnten, uns bei unserer politischen Vernetzung in der Bundeshauptstadt zu unterstützen". Zu tun, so Bauer, gebe es mehr als genug, "damit der Humanismus in der politischen Landschaft Deutschlands und auch Europas besser wahrgenommen und einbezogen wird".

Musik macht nicht schlau, kann aber Leben retten

Umgeben von Ahorn, Weiden und Linden liegt die Musikschule Fürth im Südstadtpark der Kleeblattstadt. Räumlichkeiten und Umgebung sind jeden Besuch wert, erst recht für die musikalisch-philosophische Kooperationsveranstaltung von Humanistischer Vereinigung und Musikschule, die sich bei bestem Sommerwetter freilich gegen die Konkurrenz aus Schwimmbad, Festival und Biergarten zu behaupten hatte.

Die angebotenen Vorträge, Diskussionen, Workshops und Konzerte machten Spaß und waren teils von beeindruckender Qualität. Wurde eingangs noch erklärt, warum gerade auch für Humanist*innen die Auseinandersetzung mit Musik lohnen könnte, räumte der Musikpädagoge Ludger Kowal-Summek mit einem Mythos auf: „Musik macht eben nicht klüger“, erklärte der Kölner unter Rückgriff auf Neurowissenschaften und Metastudien, „sie macht musikalischer.“ Alle Vorstellungen, dass Instrumentalspiel hier und ein wenig Mozart da uns zu intellektuellen Höchstleistungen trieben, seien irrig. Dessen ungeachtet sei Musik ein schöner Selbstzweck. Zeige ein Kind Interesse an einem Instrument, sei das natürlich zu unterstützen.

Musik als gesellschaftlicher Kitt

Macht Musik auch nicht unbedingt schlau, leistet sie in ganz anderer Hinsicht dagegen hervorragende Dienste. Als „Kitt der Gesellschaft“ bezeichnete sie Cornelia Lanz, die seit 2014 mit dem Verein Zukunft Kultur ja tatsächlich zeigt, wie Musik Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen zusammenzuführen vermag. Mit erkennbar schwäbischem Zungenschlag erzählte die Sängerin Lanz, wie sie mit Ensemblemitgliedern aus aller Herren Länder – aus Syrien, Afghanistan, den Maghreb-Staaten oder dem Irak – klassische Opern inszenierte. Dabei seien Verbindungen entstanden, die auch heute noch hielten. Robert Wagner, Leiter der Musikschule Fürth, wiederum erläuterte den integrativen und inklusiven Ansatz seiner Schule. „Jeder Mensch beginnt seine musikalische Karriere mit seinem ersten Herzschlag“, sagte er. Uns alle durchströme eine musikalische Ader, es gehe nur darum, sie zu Tage zu fördern – ganz gleich, ob man körperlich beeinträchtigt sei oder nicht.

Ehe es in die Workshops ging, kam noch die „dunkle Seite“ der Musik zur Sprache. Dass Musik formieren, gar anstacheln kann, wurde schon zu Beginn der Tagung festgestellt. Für die extreme Rechte sind gerade Konzerte von eminenter Bedeutung, sie dienen der Identitätsstiftung und als Treffpunkte. Matthias Vogel von der Universität Gießen wies darauf hin, dass Musik auch zu Folter verwendet wurde und wird. Das bedeute für ihn allerdings nicht, dass Musik an sich dunkel oder böse sei. Was es gebe, seien verwerfliche Verwendungsweisen.

Dem konnten sich dann auch Ventor, Drummer der Thrash-Metal-Band Kreator, und sein Sohn Jerome Reil anschließen. Als Musiker vertraten sie in der Musikschule ein Genre, dem immer wieder, aber eben zu Unrecht der Ruch des düsteren, bösen anhafte. Jerome Reils anschließende Drumperformance war dann zwar (beeindruckend) laut, vor allem aber auch gekonnt.

Nach zwei Workshops, in denen zum einen sich auf die Suche nach humanistischem Liedgut begeben, zum anderen ein gemeinsames Musikstück inklusiv eingeübt wurde, ging es ins Abendprogramm. Boran Ҫolak zeigte mit seiner Interpretation von Fazıl Says Kara Toprak eine fantastische Leistung am Flügel, nicht weniger virtuos war sein Vater Yusuf an der Saz. Im Anschluss enterte „Vollgas Connected“, die Inklusionsband der Musikschule Fürth, die Bühne. Mit ihren Songs ging ein abwechslungs- wie lehrreicher Tag im Südstadtpark klingend zu Ende.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Unterstützer*innen, denn ohne sie wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen: Stiftung Sozial. Stark. Fürth, Gedächtnisstiftung Anna und Karl Leupold, Mielchen-Stiftung, Integrationsleitsätze der Stadt Fürth, Beirat für Integration und Migration der Stadt Fürth.

Endlich (fast) erwachsen!

520 Gäste waren in die Meistersingerhalle Nürnberg, um gespannt das von den Jugendlichen gestaltete Programm zu verfolgen. Musikalisch begleitetet wurden sie von der Pianistin Katherina Engel, Gitarrist Pablo und Jugendfeierteilnehmer Luigi Lunelli, Sebastian Rothlauf steuerte als Präsident der Humanistischen Vereinigung eine Rede zum Fest bei. Rothlauf ging dabei auch auf die kürzliche Namensänderung des HVD Bayern und die bundesweite Neuausrichtung der nunmehr Humanistischen Vereinigung heißenden Organisation ein.

Ja, und dann wurden die Highlights aus dem Vorbereitungsprogramm vorgestellt und das Publikum war: begeistert. Einer dieser Höhepunkte ist sicherlich das Musikprojekt gewesen, denn dafür studierten 13 Jugendliche unter Leitung von Felix Bruck (Erzieher in Ausbildung) einen Song ein, der schließlich sogar im Tonstudio der Cultfactory Luise aufgenommen wurde. Beim Radioprojekt zeigten die Teilnehmenden journalistisches Geschick und jede Menge guter Ideen. Und schließlich, die Berlinfahrt, die jedes Jahr eine besonders aufregende Erfahrung ist und deshalb bei den Jugendlichenhoch im Kurs steht.

Über den Wert der Freundschaft

Freundschaft, Kennenlernen und Erwachsenwerden waren für die Teilnehmer*innen aber genauso wichtige Themen. So manche*r hat in sechs Monaten richtig gute neue Freund*innen gefunden. Die einzelnen Gruppen mit jeweils selbst gewähltem Namen, elf an der Zahl, bildeten einen wichtigen Bezugspunkt für die Jugendfeierlinge. Denn auch dort vertieften die Teilnehmenden von ihnen gewünschte Inhalte. Michelle Mitzenheim von der Gruppe „Erwachsen werden“ sagte dazu auf der Jugendfeier:

„Für jeden von uns bedeutet Erwachsen werden etwas anderes. Für unsere Gruppe bedeutet es, eigene Entscheidungen zu treffen. Früher haben das die Eltern für dich getan. Sie haben dir gesagt, was du anziehen oder wie du aus dem Haus gehen sollst. Heute musst du diese und viel wichtigere Entscheidungen selber treffen. Zum Beispiel was du werden willst. Heute muss man die Konsequenzen selbst tragen.“


Den Weg ein Stückchen weiter gehen, sich entwickeln, Spaß haben, neue Leute treffen und damit auch neue Eindrücke gewinnen, das können Jugendliche im Laufe des jährlichen Jugendfeierprogramms. Die Präsentationen der Jugendlichen bewiesen dabei, welche eindrücklichen Erfahrungen sie aus den sechs Monaten mitgenommen haben. Das Publikum spendierte kräftigen Applaus.

Bei der feierlichen Übergabe der Urkunde mit selbstgewähltem Spruch, Jugendfeier-Buch und Rose freute sich auch das Team (Anita Häfner, Jessica Marcus, Felix Bruck und Tanja Wiedmann von den Junge Humanist*innen) sehr über die gemeinsam verbrachte Zeit und die großartigen jungen Menschen, die sie dann nun entließen:

„Ihr könnt stolz auf euch sein, auf eure Präsentationen heute und eure Schritte und Fortschritte, wir sind es ganz sicher!“

Mit besten Wünschen für ihre Zukunft endete die Jugendfeier 2019 und die Teilnehmenden wurden damit in ihre privaten Feiern mit Verwandten und Freund*innen entlassen.

Im Januar 2020 startet das nächste Jugendfeierprogramm, der Infoabend dazu findet am 29.11. statt. Informationen dazu gibt es hier.