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Aus den Landesverbänden

Spende

Ein herzliches Dankeschön gilt Herrn Martin Ermer, für die großzügige Spende. Wir freuen uns sehr...

Schließzeiten -

- für das Krippenjahr 2018/19

Eine humanistische Entscheidung

„Das Urteil stärkt das wichtige Recht auf Glaubens- und Weltanschauungsfreiheit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland“, sagte Michael Bauer am Donnerstagnachmittag in Nürnberg zu der Entscheidung des BAG (8 AZR 501/14). „Die Entscheidung stellt eine wichtige Klarstellung dar, die sich positiv auf das Arbeitsleben von hunderttausenden Menschen in unserem Land auswirken könnte, die bisher durch kirchliche Privilegien im Arbeitsrecht benachteiligt werden.“

Trotz der richtungsweisenden BAG-Entscheidung ist das Thema nicht vom Tisch, betonte Bauer. „Es ist Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht zumutbar, im Zweifelsfall jedes Mal eine gerichtliche Klärung herbeiführen zu müssen“, sagte Bauer, u. a. auch Co-Autor des Berichts Gläserne Wände zur Benachteiligung nichtreligiöser Menschen. „Jetzt muss der Bundestag das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz alltagspraktisch belastbar konkretisieren. Unsere Forderung lautet: Beschränkung entsprechender Ausnahmen auf den im engsten Sinne verkündigungsnahen Bereich. Wir stehen für den Bundestag dabei gerne als fachlich und praktisch versierter Ansprechpartner bereit.“

Zugleich sieht sich der HVD Bayern als humanistisch profilierter Arbeitgeber in der eigenen Beschäftigungspraxis bestätigt und bestärkt. Der HVD Bayern hat als Arbeitgeber zwar dieselben Privilegien wie die Kirchen, handhabt diese aber sehr viel liberaler als kirchliche Arbeitgeber. Als weltanschaulich profilierter Träger von u. a. zahlreichen Kinderbetreuungseinrichtungen sowie einer Schule in Fürth öffnet er regelmäßig Stellen auch für Kirchenmitglieder, soweit dies nach Art der Beschäftigung zu rechtfertigen ist.

Im heute entschiedenen Fall hatte die konfessionsfreie Klägerin Vera Egenberger nach erfolgloser Bewerbung um eine befristete Referentenstelle zum Thema „Parallelberichterstattung zur UN-Anti-Rassismuskonvention“ beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung Klage erhoben, weil sie sich aus Gründen der Religion benachteiligt sah. Der EuGH hatte im Mai dieses Jahres auf Vorlage des Falls durch das BAG erklärt: Für jede Stelle, bei der eine Kirchenmitgliedschaft verlangt wird, müsse geprüft werden, „ob die Anforderung notwendig und angesichts des Ethos der betreffenden Kirche (bzw. Organisation) aufgrund der Art der in Rede stehenden beruflichen Tätigkeit oder der Umstände ihrer Ausübung objektiv geboten ist. Zudem muss die Anforderung mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit im Einklang stehen, d. h., sie muss angemessen sein und darf nicht über das zur Erreichung des angestrebten Ziels Erforderliche hinausgehen.“ Dies müsse auch gerichtlich überprüfbar sein. Daran anknüpfend entschied das BAG, dass die Klägerin für eine Benachteiligung durch das Diakoniewerk zu entschädigen ist.

Alles anders oder: plötzlich Eltern

Durch die Geburt eines Kindes ändert sich – wie soll man es anders sagen – das ganze Leben....

Startschuss für das Krippenjahr 2018/2019

Herzlich willkommen in unserer Mitte! :-)

Lichtfest

für Familien unserer Kita

Endlich von zuhause einziehen

Vor etwa einem Jahr hatten die Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Nürnberger Südstadt begonnen, pünktlich zum Start des Wintersemesters 2018/19 wurden sie weitgehend abgeschlossen. Nur die kleine Außenfläche auf der Rückseite des Gebäudes harrt noch der Fertigstellung, innen aber wurden bereits elf der 18 hellen, freundlichen Räume bezogen.

"Wohnraum für Studierende ist begrenzt und das wird in Nürnberg auch nicht so schnell aufhören", sagt Michael Bauer, Vorstand des HVD Bayern, über die Hintergründe des Projekts. "Wir wollten etwas machen, was zum einen diesen sozialen Bedarf trifft und zum anderen etwas Besonderes ist.“ Das Besondere, mit dem sich der HVD Bayern als Träger auch breiter aufstellt, besteht im WG-Charakter. Auf jedem Stockwerk befinden sich nicht etwa einzelne Studentenappartements, sondern Wohnungen mit vier Zimmern und Gemeinschaftsräumen. Nicht vereinzelt vor sich hin wohnen sollten die Studierenden, sondern gemeinschaftlich. Auch deshalb lädt auf dem Dach eine gemeinsame Terrasse zu langen Sommerabenden im Freien. Die Erdgeschosswohnung wiederum ist rollstuhlgerecht ausgebaut.

Auch auf ökologische Aspekte gab der HVD Bayern acht. So erfüllt das WohnGut 78 die Kriterien eines KfW-Effizienzhauses 55 - mit Luft-Wasser-Wärme-Pumpe, einer Solarthermieanlage und Wärmedämmung. Vermietet werden die Zimmer zu All-inclusive-Preisen. Diese bewegen sich zwischen 373 und 550 Euro.

Mehr Informationen zum WohnGut 78 finden Sie hier.

Kartoffelfest

Am Montag, den 12.11.18 wollen wir zusammen mit Eltern und Kindern ein Kartoffelfest feiern!...

Hühner am Bildungscampus

Wer gackert denn da? Aktuell wohnen für drei Wochen vier Hühner im Garten unseres Fürther...

Gartenaktionstag im Herbst 2018

Am Samstag, den 13.10.2018 möchten wir uns zusammen mit vielen helfenden Händen in unserem Garten...

Humanistische Lebenskunde: Raus aus dem Wald!

Einen Antrag dafür haben Auszubildende einer Fachakademie für Sozialpädagogik gestellt, und auch der HVD Bayern will das Fach eingerichtet sehen. Ulrike von Chossy, Schulmanagerin und pädagogische Geschäftsführerin des HVD Bayern, erzählte aus ihrer Praxis, davon, wie schwer es einmal war, bei einem Todesfall in einer Familie Trost zu spenden. „Das haben wir uns mittlerweile erarbeitet, wie wir auf so etwas gut reagieren, aber wir brauchen dringend auf unsere weltlich-humanistischen Bedürfnisse zugeschnittene Pädagoginnen, die das leisten können, ohne zu sagen ‚Der Papa ist jetzt im Himmel‘.“

An der Humanistischen Grundschule Fürth wird HLK schon seit 2008 erfolgreich (als Ersatzfach zu Religion) unterrichtet. Wobei „unterrichten“ vielleicht irreführend sein mag, denn es geht darum, Fragen und Bedürfnisse der Kinder auf Augenhöhe zu diskutieren, diskursiv zu Schlussfolgerungen zu kommen und damit einen Beitrag zu Pluralität und Toleranz in der Gesellschaft zu leisten. Was denn der konkrete Inhalt von HLK sei, wollte das Publikum wissen. Kernthemen seien je nach Alter der Humanismus mit seiner Geschichte, Idealen und Vordenkerinnen, Identität, Sinnfindung, Freundschaft, Krisenbewältigung, Glück, Politik, Soziales, Evolution, Mythen und Märchen, kurzum: Alles, was im Leben bewegt.

Nur in glücklichen Ausnahmefällen finde so etwas bereits im Ethikunterricht statt, denn der sei in Bayern leider bisher oftmals „Religionsunterricht durch die Hintertür“, wie Michael Bauer berichtete. Gäbe es das Fach HLK, dann müssten auch Lehrstühle installiert werden, eine Professionalisierung wäre von Nöten. Selbst das fehle beim bisherigen Fach Ethik in Bayern, denn das könne jeder Lehrer mit Staatsexamen und „grundsätzlichem Interesse an ethischen Grundfragen“ unterrichten, erzählte von Chossy. Ein weites Feld also, die organisatorischen wie juristischen Hürden sind hoch und der politische Wille in den zuständigen Ministerien schwach ausgeprägt. Der HVD Bayern sei da allerdings schon einiges gewohnt und dadurch sehr hartnäckig, berichtet Michael Bauer. Mit „Raus aus dem Wald!“ und hin zu einer kritischen Gesellschaft, schloss Bauer die lebhafte Diskussion und Veranstaltung.

Jetzt zur Jugendfeier 2019 anmelden!

Die Jugendfeier ist die weltliche Alternative zur Konfirmation. Mit verschiedenen Veranstaltungen und Workshops bietet sie Möglichkeiten zur Selbsterfahrung, der besonderen Erlebnisse und Momente. Mit dem Programm bereiten sich die Jugendlichen auf die Feier vor, damit sie mehr als nur ein Fest mit vielen Geschenken wird. Vielleicht werden sogar versteckte Interessen und Talente geweckt, und natürlich machen die Treffen auch jede Menge Spaß. Hier könnt ihr in unser Programm reinschauen.

Aufgrund der Themen empfiehlt es sich, im Alter von 13–15 Jahren an der Jugendfeier teilzunehmen.

Anmelden könnt ihr euch am Infoabend, Freitag, den 30. November (Humanistische Grundschule Fürth, Waldstr. 62) oder nehmt mit uns Kontakt auf:

Tel. 0911 43104 0 oder per E-Mail an jugendfeier[at]hvd-bayern.de zur Verfügung. Weitere Infos unter www.jugendfeier-bayern.de.

Wir freuen uns auf euch!

Hurra - die NEUEN sind da :-)

Seit 3. September machen unsere NEUN NEUE unsere Krippe unsicher ...

Freiheit für Gulalai Ismail!

Ismail wurde am Freitag auf dem Rückweg aus dem Vereinigten Königreich bei der Ankunft am Flughafen von Islamabad zunächst in Haft genommen. Sie ist Teil des Vorstands der IHEU, zu deren deutschen Mitgliedern der Humanistische Verband Bayern gehört. Ismail hatte in Großbritannien an IHEU-Vorstandstreffen und an Veranstaltungen mit der mit ihr befreundeten Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai teilgenommen.

Gulalai Ismail ist seit mehr als 15 Jahren als eine starke Advokatin für die Menschenrechte, für Demokratie und für die Emanzipation von Frauen und Mädchen tätig und für ihren Kampf gegen gewaltbereiten und gewalttätigen Extremismus international bekannt. Sie ist u. a. Gründerin und Vorsitzende von „Aware Girls“ und Mitinitiatorin des pakistanischen Seeds-of-Peace-Netzwerks. Zu den Teilnehmerinnen des „Aware-Girls“-Programms gehörte 2011 auch Malala Yousafzai, deren Mentorin und Freundin sie seitdem ist.

Für ihr Engagement ist Gulalai Ismail vielfach aufgezeichnet worden. Neben dem ihr 2014 verliehenen International-Humanist-of-the-Year-Award der IHEU ist sie u. a. Trägerin des „Commonwealth Youth Award for Excellence in Development“, dem „Anna Politkovskaya Award for campaigning against extremism“ und die von ihr gegründete Organisation „Aware Girls“ hat u. a. den Friedenspreis der Chirac-Stiftung erhalten.

Während Ismail zwischenzeitlich gegen Kaution aus der Haft entlassen worden ist, befindet sie sich weiterhin auf der „Exit Control List“ der pakistanischen Behörden und ihr Pass wurde eingezogen.

Dieser Zustand widerspricht nicht nur dem Verlangen von Artikel 13 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die das Recht zur Ausreise vorsieht, sondern verhindert auch Ismails Teilnahme an Veranstaltungen in anderen Staaten, die in der kommenden Zeit geplant sind. „Es ist davon auszugehen, dass das Handeln der pakistanischen Behörden auch darauf zielt, ihr die Fortführung ihrer menschenrechtsbasierten und demokratiefördernden Arbeit unmöglich zu machen“, heißt es dazu in dem Schreiben von Michael Bauer als Vorstand des HVD Bayern, das heute umgehend an Bundesaußenminister Heiko Maas versandt wurde.

Im Namen des Humanistischen Verbandes Bayern und der IHEU richtete er darin an Bundesminister Maas die Bitte und Aufforderung, „den Einfluss der Bundesrepublik Deutschland gegenüber den Vertretern der Republik Pakistan und deren zuständigen staatlichen Stellen geltend zu machen, damit die Sicherheit von Gulalai Ismail gewährleistet und ihre Möglichkeit zur Ausreise wiederhergestellt wird.“

„Wir haben in Gulalai Ismail eine mutige und inspirierende Mitstreiterin für Aufklärung und Humanismus nicht nur im fernen Pakistan, sondern auch im internationalen Rahmen. Wegen des aktuellen Verhaltens der pakistanischen Behörden sind wir sehr besorgt und ich hoffe sehr, die Solidarität der Humanistinnen und Humanisten weltweit trägt zu ihrer Sicherheit bei. Wir werden ihre Situation aufmerksam verfolgen und alles uns mögliche tun, um uns für die Entspannung von Gulalais Lage und ihr Recht auf Ausreise einzusetzen“, sagte Michael Bauer am Abend in Nürnberg.

Mit der Fundraising-Kampagne „Protect Humanists at Risk“ wirbt die IHEU weiter um Unterstützung ihrer Arbeit für die Rechte und den Schutz von HumanistInnen weltweit: www.gofundme.com/at-risk.

Keine freien Plätze

Für das Kita-Jahr 2018/2019 und 2019/2020 haben wir leider keine freien Plätze mehr in unserer...

Kennlernnachmittag

für Eltern unserer Kita

Wir haben neue Öffnungszeiten

Seit September 2018 haben wir folgende neue Öffnungszeiten: ...

Druckfrisch: das neue Kita-Magazin

Eltern-werden oder -sein, Indianer-Powwow, Kita-Neuigkeiten, Ausflugs- und Buchtipps - das alles...

Mögeldorf: Kinderpfleger/in dringend gesucht

Für das Humanistische Haus für Kinder Nürnberg-Mögeldorf suchen wir ab sofort eine/n...

Für einen politischen Zeitenwechsel

Am 14. Oktober wird in Bayern der neue Landtag gewählt. Was sich das Nürnberger Sozialbündnis von der künftigen Staatsregierung erhofft, hat es nun der Öffentlichkeit vorgestellt. In fünf Themenblöcken spricht sich das Bündnis dafür aus, atypische und prekäre Beschäftigung zurückzudrängen, den sozialen Wohnnungsbau voranzutreiben und das Kinderbetreuungs- und Pflegeangebot auszubauen. Das Sozialbündnis fordert zudem mehr Engagement im Kampf gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck, gegen Hetze und die Verrohung des politischen Diskurses und für mehr Toleranz. Die letzte Forderung gilt dem einkaufsfreien Sonntag, der nach Willen des Sozialbündnisses auch weiterhin ein geschützter Freiraum für Begegnung sein müsse.

Das Nürnberger Sozialbündnis besteht aus 54 Organisationen und zählt zu den größten kommunalen Bündnissen dieser Art in Deutschland. Ihm gehört neben vielen anderen NGOs, Sozialverbänden und Initiativen auch der HVD Bayern an.