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Aus den Landesverbänden

Toleranzfest in Nauen

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland im HVD Berlin-Brandenburg lädt für den 20. April 2017 nach Nauen ein. Das traditionelle Toleranzfest in der Stadt ist zugleich Familienfest und politische Kundgebung. Etwa 30 Vereine und Organisationen, Kirche, Gewerkschaft, Parteien, Einrichtungen und Schulen beteiligen sich an dem Fest "für ein friedliches und buntes Nauen". Schirmherr ist Bürgermeister Detlef Fleischmann.

Die Beteiligten wollen mit dem Toleranzfest für eine lebendige, fröhliche und tolerante Stadt Nauen, für Demokratie und Vielfalt und für ein friedliches und freies Miteinander aller in Nauen lebenden Menschen demonstrieren. Dabei soll es auch um eine angemessene Erinnerung an die Bombennacht am 20. April 1945 in Nauen gehen – und um Positionen gegen eine für den Festtag geplante Mahnwache der NPD-nahen "Freien Kräfte". "Mit Lebensfreude und kultureller Vielfalt stellen wir uns gegen Gewalt, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Nauen ist eine Stadt mit Herz. Wir wenden uns gegen Hass und Gewalt und begrüßen auch Menschen, die zu uns geflüchtet sind", betonen die Organisatoren. "Wir freuen uns auf eine lebendige, fröhliche, nachdenkenswerte und friedliche Veranstaltung am 20. April! Für ein tolerantes und freies Miteinander!"

Gefeiert wird von 14 Uhr an mit bunten Ständen, Kinderangeboten, Kundgebungen auf der Bühne und einem interkulturellen Suppenfest. Am Abend (ab 19 Uhr) gibt es ein politisches Bühnenprogramm und Musik.

Mehr Infos und Kontakt: freidenker@web.de

 

 

 

Donnerstag, 20. April 2017 - 14:00 Altstadt Nauen Gartenstraße (Ecke Marktstraße) 14641 Nauen – BB Karte anzeigen: Google Maps

Gelungener Tag der offenen Tür in der Humanistischen Fachschule für Sozialpädagogik

10. März 2017

Einen Einblick in das Angebot der Humanistischen Fachschule für Sozialpädagogik gab es jüngst beim Tag der offenen Tür. Die im Ullsteinhaus in Berlin-Tempelhof beheimatete Einrichtung hat Interressierten in dieser Woche unter anderem die Struktur ihrer Erzieherausbildung sowie Praxisbeispiele aus dem Unterricht vorgestellt. Die Besucher konnten einen Eindruck von der Arbeitsatmosphäre gewinnen und sich zudem über mögliche Praxisstellen in den Kindertagesstätten des HVD Berlin-Brandenburg informieren.

Mit Beginn zum September 2017 bietet die Humanistische Fachschule die Vollzeit- und berufsbegleitende Ausbildung zum_zur Erzieher_in an. Bewerbungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen zum Ausbildungsangebot gibt es auf: www.hufaso.de.

 

Examinierte Pflegefachkräfte im Kinderhospiz Berliner Herz

Menschlich, tolerant, konfessionsfrei – der humanistische Verband Berlin-Brandenburg e.V. ist Träger von über 60 Einrichtungen in den Bereichen Kita, Jugend, Soziales und Bildung. Über 1000 Kolleg_innen sind bereits dabei. Sie bald auch? Wir freuen uns über Ihre Bewerbung.

In der Verbindung der stationären und teilstationären Versorgung ist das Kindertages- und Nachthospiz Berliner Herz einzigartig. Hier werden Kinder und junge Erwachsene von 0-30 Jahren betreut und begleitet, die unheilbar, lebenslimitiert erkrankt sind. Weitere Informationen finden Sie unter www.kindertageshospiz-berlin.de.

Demonstration zum Frauen*kampftag am 8. März

7. März 2017

Am 8. März geht es um Frauenrechte: Gemeinsam mit dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg zur Teilnahme an der Demonstration zum Frauen*kampftag auf. Beginn ist um 17 Uhr am Hermannplatz in Berlin, um 18 Uhr soll sich der Demonstrationszug in Bewegung setzen. Die Mitglieder des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimkmung treffen sich an der Urbanstraße/Ecke Kotbusser Damm - und hoffen auf rege Unterstützung.

"Wir leben nicht in einer geschlechtergerechten Gesellschaft; als Frauen* sind wir von sexistischer Diskriminierung betroffen, wir werden schlechter oder für manche Arbeit gar nicht bezahlt, wir haben gesellschaftlich weniger Einfluss oder sind von körperlicher, teils sexualisierter Gewalt betroffen", heißt es im Aufruf des Bündnisses. "Immer wieder ist es unser Körper, der zum vermeintlichen Verhandlungspunkt wird. Das zeigt sich insbesondere in der Debatte um Schwangerschaftsabbrüche, die auch 2017 in Deutschland ein Straftatbestand sind. Dies führt u.a. dazu, dass Ärzt*innen diese medizinische Leistung nicht öffentlich benennen dürfen, Schwangerschaftsabbrüche ein gesellschaftliches Tabuthema sind, obwohl sie zu den häufigsten operativen Eingriffen der Gynäkologie zählen. Das können wir nicht hinnehmen! Wir fordern, dass Schwangerschaftsabbrüche entkriminalisiert werden, denn es muss unser Recht sein, über unsere Körper selbst zu bestimmen."

Wer eine freie und gleichberechtigte Gesellschaft wolle, müsse dafür kämpfen, heißt es weiter. "Wir brauchen die Solidarität gegen sexistische, homo-, bi-, trans*phobe und rassistische Diskriminierung. Wir fordern Selbstbestimmung über unseren Körper und unser Leben ein. Wir kämpfen gegen Diskriminierung. Deshalb sind wir als Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung auch dieses Jahr beim Frauen*kampftag mit dabei. Komm mit uns auf die Straße!"

 


 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Humanisten trauern um J. Mythri

6. März 2017

Die bekannte Atheistin, Sozialreformerin, Frauenrechtlerin, Gandhi-Anhängerin und Leiterin des Atheist Centre in Vijayawada/ Indien, Frau J. Mythri ist am 11. Februar 2017 verstorben. Mit ihr verliert die humanistische und säkulare Bewegung eine herausragende Vertreterin, die als Tochter der Gründer des weltweit ersten Atheistischen Zentrums, Gora und Saraswathi Gora, das Atheist Centre seit 2006 geführt und inspiriert hat.

Sie stand für Gleichheit, Humanismus und Zivilcourage, für Menschenrechte, gegen das Kastensystem und Diskriminierungen jeder Art. Sie hat mit ihren Vorträgen und Texten zur Verbreitung des liberalen Säkularismus beigetragen und hat mit ihrem großen Herzen die Lebensprobleme der Menschen aufgenommen und sich sozial engagiert. Gerade auch ihre Unterstützung hat den Humanistischen Deutsch-Indischen Jugendaustausch mit dem Humanistischen Freidenkerbund in Brandenburg in den letzten 20 Jahren wesentlich mit befördert.

Frau Mythri hat durch ihren Einsatz für die globale humanistische Bewegung, etwa auf nationalen und internationalen Tagungen und den Weltatheismuskongressen, ihre freiheitlichen und rationalistischen Positionen liberal vertreten und verbreitet. Frau Mythri setzte sich stets für ein tolerantes und multikulturelles Miteinander in Frieden und Demokratie ein.

Frau Mythri wurde am 1. Dezember 1932 in Vijayanagaram in Andhra Pradesh/ Indien geboren. Als dritte Tochter von Gora und Saraswathi Gora hat sie frühzeitig den Kampf der Indischen Befreiungsbewegung Mahatma Gandhis aktiv miterlebt und sich gegen das Kastensystem, gegen Aberglauben, religiös motivierte Gewalt und Hexenverfolgungen und für die kulturelle und soziale Befreiung und Selbstbestimmung der Menschen, insbesondere der Frauen und Kinder eingesetzt. Ihr war es wichtig, sich für eine wissenschaftliche Welterklärung einzusetzen und den Geist der Menschenwürde in die Gesellschaft zu bringen.

Frau Mythri erhielt ihre Schulbildung in Machilipatnam. Später zog sie mit ihren Eltern und  Geschwistern nach Mudunur village im Krishna District. 1940 wurde dann dort das Atheist Centre gegründet, der sie mit ihren Geschwistern Manorama, Lavanam, Vidya, Vijayam, Samaram, Niyanta und Nau ihr Leben widmete.

Als Aktivisten der Quit India Movement wurden Mythris Eltern von den Briten zeitweilig  inhaftiert. Mythri kümmerte sich in dieser Zeit auch um ihre Geschwister. Mahatma Gandhi trat Anfang der 40er Jahre in einen intensiven Austausch mit Gora und seiner Familie und lernte die atheistische Arbeit kennen. Auch Mythri lebte für einige Zeit auf Gandhis Einladung in seinem Sevagram ashram.

Nach der Unabhängigkeit Indiens im Jahr 1947 siedelte das Atheist Centre nach Vijayawada. Mythri gab das Wochenmagazin “Sangham“ (Society) in Telugu mit heraus. Sie unterwies Frauen in der Handhabung der Drucktechnik. Sie begann, auch in der Erwachsenenbildung für sozial Benachteiligte und in der Bildung und Erziehung der Kinder aktiv zu werden. Sie organisierte interreligiöse und kastenübergreifende Eheschließungen.

1961 startete das Sozialwerk des Atheist Centre „Vasavaya Vidyalaya" mit einer säkularen Schule. Für 16 Jahre gestaltete Frau Mythri die Schule gemeinsam mit Frau Hemalata Lavanam, Herrn Niyanta und Frau Sumathi. Kinder und Jugendliche aus vielen Dörfern und Kleinstädten besuchten diese Schule. Im Vordergrund standen moderne wissenschaftliche Inhalte, Sprachen und allgemeine politische und soziale Bildung.

Hunderte von Frauen wurden im Atheist Centre unterrichtet. Sie erlernten Berufe, um wirtschaftlich selbstständig leben zu können. Frau Mythri war in den vielfältigen Aktivitäten der säkularen sozialen und Bildungsarbeit führend beteiligt. Sie erwarb ihren Master in Psychologie an der Benares Hindu University, Varanasi. In den Sozialwerken des Atheist Centre, Arthik Samata Mandal, Vasavya Mahila Mandali und Samskar, war sie bei integrativen sozialreformerischen Entwicklungen, Frauenförderungen und sozioökonomischen Reformen erfolgreich tätig.

Frau Mythri hat weiter journalistisch gearbeitet, vor allem bei der Herausgabe atheistischer Journals. Sie war Editor von “Nasthik Margam” (Atheistischer Weg) in Telugu. Auch an  Zeitschriften in Englisch („Atheist“) und in Hindi („Insaan“) war sie beteiligt.

In 1986 erhielt Frau Mythri als Vertreterin des Atheist Centre in Oslo den „International Humanist Award” von der International Humanist and Ethical Union (IHEU) für die säkulare Sozialarbeit. Frau Mythri unternahm Vortragsreisen in Europa und Nordamerika. Sie vertrat, wie ihr Bruder Lavanam, den Atheismus als einen positiven Lebensweg.

Frau Mythri war die Säule aller Aktivitäten des Atheist Centre in den letzten 70 Jahren. Nach dem Tode von Gora (1975) und von Saraswathi Gora (2006) war sie die Hauptperson des humanistischen Zentrums in Andhra Pradesh mit ihren wissenschaftlichen, politischen, sozialen und Bildungsbestrebungen. Bei ihr liefen viele Fäden zusammen, die sie mit großem Herz und auf hohem intellektuellem Niveau als Netzwerk exzellent gestaltete. Sie erhielt unter anderem für ihr säkulares humanitäres Engagement den Potti Sriramulu Telugu University Award und den Kasinadhini Nageswara Rao Award.

Frau Mythri war eine Freundin, eine Leitfigur und eine Philosophin für viele Menschen. Sie hat unzählige Beiträge geschrieben und Vorträge gehalten, die bis heute inspirieren. Wir in Deutschland, die wir sie erleben konnten, wissen, was wir verloren haben. Wir trauern um eine Freundin, Schwester und Großmutter.

Ihr Leben ist eine Botschaft, vor allem für Menschenrechte, Freiheit und die Gleichstellung der Frau. Ihre Ideale werden in Indien und in der humanistischen Weltbewegung weiterleben.

Jai Insaan (Sieg der Menschen)!

 

Dr. Volker Mueller

Humanistische Jugendprojekte unterstützen Berlins soziales Netzwerk T_Rest

3. März 2017

Um zu verhindern, dass die Arbeit der Kinder-, Jugend-und Familienprojekte in Berlin zu einem "sozialpolitischen Restposten" verkommt, hat sich das Netzwerk T_Rest gegründet. Die in dem Netzwerk zusammengeschlossenen Projekte und Vereine fordern in einer groß angelegten Kampagne Solidarität, Wertschätzung und ein klares politisches Bekenntnis zu der Arbeit, die sie machen.

Seit zehn Jahren wird die Finanzierung dieser Arbeit reduziert, viele Projekte sind unterfinanziert oder erhalten nur eine sehr kurzfristige Finanzierungszusagen. Zugleich wachsen die Personal-und Sachmittel anderer Institutionen kontinuierlich. Die Mitarbeiter_innen der Kinder-, Jugend- und Familienprojekte arbeiten „zunehmend mit dem Rücken zur Wand“, heißt es in dem Manifest des Bündnisses.

Die Jugendprojekte im Humanistischen Verband unterstützen die Kampagne, die in den kommenden Tagen und Wochen auf die aktuelle Situation aufmerksam machen will. Weitere Informationen finden Sie im hier anhängenden Manifest oder auf der Facebookseite der Kampagne.

VorschauAnhangGröße T_Rest Manifest239.24 KB

Tandem-Kitaleitung

Menschlich, tolerant, konfessionsfrei – der humanistische Verband Berlin-Brandenburg e.V. ist Träger von über 60 Einrichtungen in den Bereichen Kita, Jugend, Soziales und Bildung. Über 1000 Kolleg_innen sind bereits dabei. Sie bald auch? Wir freuen uns über Ihre Bewerbung.

Das Motto für unsere über 20 humanistischen Kitas in Berlin und Brandenburg lautet „wir spielen, forschen, fragen“. Wir ermutigen Kinder dazu, die Welt zu entdecken und selbst Entscheidungen zu treffen. Unsere Erzieher_innen verstehen sich dabei als Impulsgeber_innen. So sind unsere Kitas offene Bildungs- und Wohlfühlorte für die Kleinen.

Die KITA MÖCKERNSTRAßE liegt am Gleisdreieck-Park in Friedrichshain-Kreuzberg und wird voraussichtlich im Juli 2017 neu eröffnet. Die Einrichtung bietet Platz für 70 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt. Die Räumlichkeiten sind nach unterschiedlichen Themen und entsprechend der kindlichen Bedürfnisse gestaltet.

Kita Knirpsenstadt am Glitzerbach ist fertig saniert

23. Februar 2017

Eine Herausforderung für die Erwachsenen, für die Kinder vor allem spannend: Nach 19 Monaten ist die Sanierung der humanistischen Kita Knirpsenstadt am Glitzerbach in Marzahn abgeschlossen. Mit einer Feierstunde wurden die neuen Räume jetzt offiziell eingeweiht. Vertreter_innen aus Elternschaft, Verwaltung, Politik und Nachbarschaft folgten der Einladung ebenso wie die ausführenden Architekten, die auch noch einen Gutschein über 300 Euro für einen Clown zum nächsten Sommerfest mitbrachten.

Hell, freundlich und transparent präsentiert sich die Kita am Geraer Ring nach dem Umbau. Sie verfügt nun über eine moderne und funktionale Vollküche, Bäder und Sanitärräume wurden saniert und auch Akustik und Beleuchtung wurden modernisiert. Der Krippenbereich für die Kleinsten ist nun nicht mehr so isoliert wie bisher. Der neu gestaltete Eingangsbereich mit angeschlossenen Multifunktionsflächen öffnet die Einrichtung für das Quartier, unterschiedliche lokale Akteure sollen die Räume künftig nutzen. „Wir freuen uns auf vielfältige und interkulturelle Begegnungen an diesem Ort“, sagte Katrin Raczynski, Vorständin des HVD Berlin-Brandenburg.

Umgebaut wurde bei laufendem Betrieb – mit 150 Jungen und Mädchen im Haus. Eltern und Kinder mussten immer wieder andere Eingänge benutzen, die Handwerker_innen mussten sich auf die besonderen Ansprüche der Kita-Baustelle einlassen. „Wir wissen, dass das nicht immer leicht war“, betonte Katrin Raczynski. Der Dank des HVD gilt daher allen Beteiligten, insbesondere dem Team um Kitaleiterin Ulrike Schymanski.

Gekostet hat die Sanierung der Kita Knirpsenstadt am Glitzerbach insgesamt rund 2.000.000 Euro. Die Hälfte davon zahlt der HVD Berlin-Brandenburg als Träger, die übrigen Mittel stammen aus dem Berliner Förderprogramm „Bildung im Quartier“ (BiQ) – einem Teilprogramm der „Zukunftsinitiative Stadtteil“ (ZIS), die mit Hilfe des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

 

Die Patientenverfügung

Welche Möglichkeiten gibt es, um bei medizinischen und pflegerischen Maßnahmen selbstbestimmt zu bleiben, auch wenn man nicht mehr in der Lage ist, seine Wünsche zu äußern? Darüber wird Sie unsere Referentin Frau Hellriegel, Diplom-Psychologin und humanistische Beraterin des HVD informieren und die Patientenverfügung vorstellen.

Die Veranstaltung ist barriere- und kostenfrei! Anmeldung erforderlich unter Tel. 030 689770-0.

Montag, 10. April 2017 - 14:00 - 15:30 Bürgerzentrum Neukölln Werbellinstraße 42 (1. OG) 12053 Berlin – BE Telefon: 030 6897700 Karte anzeigen: Google Maps

Notunterkunft für Geflüchtete wird geschlossen

15. Februar 2017

Die vom HVD Berlin-Brandenburg betriebene Notunterkunft für Geflüchtete in der in der Otto-Ostrowski-Straße im Berliner Bezirk Friedrichshain wird am heutigen Mittwoch geschlossen. Zu diesem Schritt hat sich der HVD in Abstimmung mit dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) und dem zuständigen Bezirksamt kurzfristig entschlossen, da insbesondere brandschutztechnische Mängel an der zur Notunterkunft umfunktionierten Turnhalle einen sicheren Betrieb zunehmend gefährdeten.

Die Notunterkunft an der Otto-Ostrowski-Straße war im November 2015 eröffnet worden. Sie bot Platz für 130 Menschen. Die 38 verbliebenen Bewohner_innen – Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Ägypten und dem Irak, darunter auch neun Kinder – ziehen nun in ein sogenanntes Tempohome: ein Containerdorf in der Gerlinger Straße in Buckow (Bezirk Neukölln), das rund 560 Menschen Platz bietet. 

Ein Bus holt die Bewohner_innen am frühen Nachmittag ab, ihre Habseligkeiten werden gesondert transportiert. „Unsere Sozialarbeiterin wird die Bewohner_innen in die neue Gemeinschaftsunterkunft begleiten und ihnen unterstützend zur Seite stehen“, sagt Eros Avena, Leiter der Notunterkunft in der Otto-Ostrowski-Straße. Am Vorabend sei gemeinsam mit Bewohner_innen und ehrenamtlichen Helfer_innen noch eine kleine Abschiedsfeier organisiert worden. Die Initiative „Friedrichshain hilft“ habe einige Umzugskartons zur Verfügung gestellt, andere Helfer_innen spendeten Koffer.

Avena und seine Kolleg_innen werden auch in den nächsten Tagen noch in der Otto-Ostrowski-Straße vor Ort sein, um die Abwicklung des Umzugs bestmöglich zu organisieren. In der kommenden Woche fahren sie nach Buckow, um die persönlichen Akten an die Bewohner_innen zu übergeben und die dortigen Sozialarbeiter_innen über deren individuelle Anliegen zu informieren. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten stellt ihnen hierfür Dolmetscher_innen zur Seite. „Die Bewohner_innen sollen nicht wieder ganz bei Null anfangen müssen“, sagt Avena.

„Die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner_innen stehen für uns an erster Stelle“, betont Andrea Käthner-Isemeyer, Leiterin der Abteilung Soziales beim HVD Berlin-Brandenburg. „Wir freuen uns, dass sie nun in die Gemeinschaftsunterkunft umziehen können.“ Verantwortung möchte der HVD aber auch für seine Mitarbeiter_innen übernehmen, die bislang in der Notunterkunft tätig waren. Der Verband hat sich um die Trägerschaft eines geplanten Tempohomes in der Hohenschönhauser Straße im Bezirk Lichtenberg beworben. „Wir hoffen hier auf eine baldige positive Antwort“, so Käthner-Isemeyer.

Um geflüchteten Menschen das Ankommen in Berlin zu erleichtern, hat der HVD gemeinsam mit der städtischen WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte im vergangenen Jahr zudem ein Patenschaftsprojekt mit dem Namen „Hallo neue Nachbarn!“ ins Leben gerufen. Mehrere Patenschaften konnten bereits vermittelt werden.

 

Erzieher_innen in Berlin und Brandenburg

Menschlich, tolerant, konfessionsfrei – der humanistische Verband Berlin-Brandenburg e.V. ist Träger von über 60 Einrichtungen in den Bereichen Kita, Jugend, Soziales und Bildung. Über 1000 Kolleg_innen sind bereits dabei. Sie bald auch? Wir freuen uns über Ihre Bewerbung.

Das Motto für unsere über 20 humanistischen Kitas in Berlin und Brandenburg lautet „wir spielen, forschen, fragen“. Wir ermutigen Kinder dazu, die Welt zu entdecken und selbst Entscheidungen zu treffen. Unsere Erzieher_innen verstehen sich dabei als Impulsgeber_innen. So sind unsere Kitas offene Bildungs- und Wohlfühlorte für die Kleinen.

Wir suchen pädagogisches Fachpersonal an folgenden Standorten:

BERLIN

Friedrichshain

Hellersdorf

Marzahn

Neukölln

Kreuzberg

  • Kita Flottwellstraße - 1x Vollzeit, ab sofort
  • Kita Möckernstraße (im Aufbau) - 8x Vollzeit (Teilzeit möglich), ab Juli 2017

Spandau

Steglitz

Treptow

BRANDENBURG

Fredersdorf-Vogelsdorf

Ostberlin wie es wirklich war. Erinnerungen aus der Hauptstadt der DDR

„Ost-Berlin, wie es wirklich war? Schon die despektierliche Bezeichnung Ost-Berlin hätte mir in dieser Zeit massiven Ärger eingebracht, denn immerhin lebte ich ja in der Hauptstadt der DDR, vom Obertan ihrer Untertanen kurz ‚Hoppstet-dr-Deutschkratischereplik’ genannt.“

Der bekannte Krimi- und Sachbuchautor Jan Eik schreibt erstmals aus seiner ganz persönlichen Sicht über jene Halbstadt, in der 45 Jahre lang 45 Prozent der Berliner lebten. Mit leisem Humor zeichnet er das Bild einer sozialistischen Metropole, die bei allen politischen Beschränkungen manches zu bieten hatte. Detailliert erzählt er, wie Ost-Berlin zu dem wurde, was es war, von komplizierten Grenz-, Geld- und Verkehrsbedingungen, von der blühenden Theater- und Musikszene, von populären Persönlichkeiten, beliebten Lokalitäten und Kammsteak mit Letscho.

Jan Eik arbeitet seit 1987  als freiberuflicher Autor und Publizist. Er verfasste u.a. zahlreiche Kriminalromane und –hörspiele, Sachbücher zur Kriminalliteratur, zur Medien- und Berlin-Geschichte sowie Drehbücher.

10.00 – 10.45 Frühstücksbüfett: 8,50 Euro
11.00 – 13.00 Lesung: 7 Euro / ermäßigt 5 Euro
Vorbestellung erforderlich: 030 29352203

 

Kooperationspartner: Café Sibylle

Sonntag, 7. Mai 2017 - 11:00 Café Sibylle Karl-Marx-Allee 72 10243 Berlin – BE Telefon: 030 29352203 Karte anzeigen: Google Maps

Ruhige Straße in guter Wohnlage. Die Geschichte meiner Nachbarn

Eine gewöhnliche Straße. Prachtvolle Jugendstilfassaden neben seelenlosen, in aller Eile aus den Kriegsruinen gestampften Wohnblöcken. Eine Straße wie es in Deutschland Hunderte gibt.

Hier wohnt die Französin Pascale Hugues. Sie geht der verschütteten Geschichte ihrer Straße nach und  entdeckt, was sich hinter den glatten Fassaden verbirgt. Sie taucht ein in vergessene Archive, sammelt das Kiezgeflüster und die Legenden ihrer Straße, lässt sich von ihren ehemaligen und jetzigen Nachbarn deren Geschichten erzählen. Und plötzlich zieht ein ganzes Jahrhundert vor ihren Augen vorbei: die protzigen Bauherren der Kaiserzeit, die sorglose Hautevolee der Zwanziger, die jüdischen Anwälte und Ärzte, die in alle Welt emigrieren mussten, die Ausgebombten, die Kriegswaisen und -witwen, die hektischen Helden des Wirtschaftswunders, die 68er-Rebellen, die konservativen Kleinbürger, die Kultmusiker Tangerine Dream und David Bowie und die Gentrifizierungsgegner von heute. Eine kleine Straße als Miniatur der großen Geschichte.

Pascale Hugues, geboren in Straßburg, arbeitet seit 1989 als Korrespondentin in Deutschland, zunächst für die Zeitung Libération, heute für das Wochenmagazin Le Point. Sie schreibt für deutsche Zeitungen und ist Kolumnistin des Tagesspiegels und der Süddeutschen Zeitung.

10.00 – 10.45 Frühstücksbüfett: 8,50 Euro
11.00 – 13.00 Lesung: 7,00 Euro / ermäßigt 5,00 Euro
Vorbestellung erforderlich: 030 29352203

Kooperationspartner: Café Sibylle

Foto © Nelly Rau-Häring

Sonntag, 2. April 2017 - 11:00 Café Sibylle Karl-Marx-Allee 72 10243 Berlin – BE Telefon: 030 29352203 Karte anzeigen: Google Maps

Hurra, wir leben noch!

Eine satirische Zeitreise mit Texten von Erich Kästner

Unterhaltsamer Theaterabend in bester Kleinkunst-Tradition - politische Satire mit Biss, klassische Kabarett-Chansons und natürlich auch ein bisschen Tingel-Tangel.
Die literarischen Vorlagen gibt Erich Kästner als Satiriker, Moralist, Frauenliebhaber, Mutters Liebling, Mahner und Kabarett-Autor.

Unter der Regie von Wolfgang Koch (Kabarett Sündikat) gestalten daraus Renate Geißler und Angelika Neutschel mit ihrem schauspielerischen Esprit einen unterhaltsamen Theaterabend, charmant und virtuos begleitet von Irene Wittermann am Klavier.

Steigen Sie mit ein in den Zug der Zeit und lassen Sie sich mitnehmen. Es sind noch Plätze frei!

Karten: 8,00 € / erm. 6,00 €

Tel. 030 61390410

Kooperationspartner: Salon Karl Marx Buchhandlung

Foto © Franziska Singer

 

Mittwoch, 1. März 2017 - 19:30 Salon Karl Marx Buchhandlung Karl-Marx-Allee 78 10243 Berlin – BE Karte anzeigen: Google Maps

„Für das Erinnern an Auschwitz gibt es keine Halbwertzeit“

27. Januar 2017

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus ruft Jan Gabriel, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, Landesverband Berlin-Brandenburg e.V., die Menschen in Brandenburg und Berlin auf, das Erinnern an die Millionen Opfer des mörderischen Regimes der Nationalsozialisten bewusst zu betreiben und als Bildungsaufgabe zu begreifen:

„Erst das Verstehen und Reflektieren der Verbrechen der Nationalsozialisten lässt den Einzelnen begreifen, wozu der Mensch fähig ist. Die zahlreichen zerstörten Lebensgeschichten der Opfer des Nationalsozialismus zeigen uns immer wieder, wohin das Abgleiten der freiheitlich-demokratischen Werte, der Verlust von Menschlichkeit und Solidarität sowie die Ablehnung des Unbekannten eine Gesellschaft führen kann.

Denjenigen, die meinen, es müsse doch langsam mal gut sein mit der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus, will ich mit den Worten von Carolin Emcke antworten: „Für das Erinnern an Auschwitz gibt es keine Halbwertzeit.“ Die Reflektion der Verbrechen des Nationalsozialismus, schreibt die Trägerin des Friedenspreises des deutschen Buchhandels in ihrem aktuellen Buch „Gegen den Hass“, lässt sich nicht einfach abhaken, nur weil man es einmal getan hat.

In einer Zeit, in der Menschenfeindlichkeit, Aggressivität und Hass um sich greifen und populistische Kräfte eine geradezu propagandistische Informationspolitik betreiben, ist die intensive Auseinandersetzung mit der verheerenden Geschichte unserer Vorfahren umso wichtiger“, erklärte Gabriel weiter. Denn erst diese Auseinandersetzung macht es möglich, dass neben dem Ausmaß der Schuld in der Vergangenheit auch das Leid in der Gegenwart begreifbar wird. Joschka Fischers Appell „Nie wieder Auschwitz!“ richtete sich nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft. Und wir sind es, die die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten. Ein bewusster und ehrlicher Umgang mit unserer Geschichte ist dafür unerlässlich.“

Der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog hatte 1996 den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar in Erinnerung an die am 27. Januar 1945 erfolgte Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ausgerufen.

Kopftuch, Kruzifix & Co. – Ein Training zum Umgang mit religiösen Symbolen am Arbeitsplatz

Qualifikation für Führungskräfte in der Sozialwirtschaft

Mit: RALF SCHÖPPNER

Eine Kollegin mit Kopftuch; Kinder, die eine Weihnachstkrippe bauen wollen; Eltern, denen das missfällt: Als Mitarbeiter_in des Humanistischen Verbandes sind Sie vielfältigen Ansprüchen und Fragen ausgesetzt, nicht zuletzt auch den eigenen. Wir diskutieren das Verhältnis von Humanismus und Religion. Sie sind eingeladen, die eigenen arbeitsplatzspezifischen Kommunikationssituationen in Rollenspiel und Videotraining zu erproben.

Infos und Anmeldung: www.humanistische-akademie-berlin.de

Dienstag, 9. Mai 2017 - 9:00 Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg Brückenstr. 5A (Erdgeschoß links) 10179 Berlin – BE Karte anzeigen: Google Maps

Update Humanismusforschung – Perspektiven einer eingreifenden Wissenschaft

Humanismusforschung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit einer geschichtlichen Tradition. Angesichts der politischen und sozialen Krisen der Gegenwart bedarf es einer Verknüpfung historischer Forschung mit aktuellen Problemlagen. Welche Beiträge leistet heute ein angeeignetes Erbe des Humanismus zur Lebensorientierung der Einzelnen und zum Zusammenleben in pluralistischen Gesellschaften? Forscherinnen und Forscher aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden berichten vom Stand und den Perspektiven der Humanismusforschung.

Gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und der Bundeszentrale für politische Bildung.

Freitag, 21. April 2017 - 17:30 Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg Brückenstr. 5A (Erdgeschoß links) 10179 Berlin – BE Karte anzeigen: Google Maps