11. September 2009

Gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus!

Auch dieses Jahr werden christliche FundamentalistInnen wieder ihren „Trauermarsch“ durch Berlins Mitte veranstalten. Mit einem Schweigemarsch, bei dem weiße Kreuze durch Berlin-Mitte getragen werden, protestieren sie gegen Abtreibung. Der Marsch, der unter dem Motto „1000 Kreuze“ steht, soll durch die Zahl 1000 auf die geschätzte Anzahl der alltäglich in Deutschland durchgeführten Abtreibungen hinweisen.
Gegen diesen Schweigemarsch der Lebensschützer rufen verschiedene Organisationen auf, vor allem aufgeklärte Frauen und Männer, Feministinnen, die für die Selbstbestimmung der Frau eintreten, sich für die Abschaffung des Abtreibungsparagraphen (Smash 218) einsetzten und den Allmachtsanspruch des christlichen Fundamentalismus ablehnen.

Der HVD Bundesverband unterstützt den Aufruf der Gegner des Schweigemarschs.
Alle Humanistinnen und Humanisten sind aufgerufen, sich mit bunter Kleidung und emanzipatorischen Sprüchen am 26.September 2009, 12.30 Uhr auf dem Platz vor dem Roten Rathaus einzufinden und so der Veranstaltung der Lebensschützer, ihrem Schweige- und Trauermarsch entgegen zu treten. Dieser beginnt um 13.00 Uhr mit einer Kundgebung am Neptunbrunnen/Rotes Rathaus. 14.00 Uhr beginnt dann deren Demo zur St. Hedwigs Kathedrale (Bebelplatz).
Wir sollten dafür sorgen, dass es bei diesem Schweigemarsch nicht so leise zugeht. Vor allem: Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung.

Aufrufer/-innen und Unterstützer. Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost [ABSO], ak linker feminismus, A.N.A Autonome Neuköllner Antifa, Antifa Prenzlauer Berg (apb), Antifaschistische Schüler_innenvernetzung (asv), Antifa Hohenschönhausen, Antisexismusbündnis Berlin, Arbeitskreis Kritischer Jurist/innen (AKJ), Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG-Berlin), f.a.q. antisexistischer Infoladen, feministische FrauenLesbenListe FU Berlin, Forschungsgruppe christlicher Fundamentalismus, Gruppe Antisexistische Praxis [GAP], Humanistischer Verband Deutschlands (HVD), LaD.I.Y.fest Berlin, LAK Shalom Berlin der Linksjugend ['solid], LISA2 Marburg, Pro Familia Berlin e.V., reflect, Schwarzer Kanal Berlin, Seminar für angewandte Unsicherheit [SAU], Vorbereitungsgruppe Antisexistische Praxen III – die Konferenz, Partei Die Linke.

Ines Scheibe