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Humanistinnen und Humanisten im Blick

Bild: ZDF
11. Juli 2012

ZDF: Eine Reportage zur Frage, ob Nichtreligiöse den Kirchen Konkurrenz machen.

Am vergangenen Donnerstag nahm der Sender ZDFneo die Humanistinnen und Humanisten in Deutschland in den Blick. In einer kurzen Reportage kamen unter anderem Horst Groschopp, Direktor der Humanistischen Akademie Deutschlands, der Pressereferent der Giordano Bruno Stiftung, Philipp Möller, und die Sozialwissenschaftlerin Simone Scheps zu Wort.

„Die Kirche konnte nicht auf meine individuellen Bedürfnisse und Sehnsüchte eingehen. Ich glaube, dass die Kirche auch heutzutage Probleme hat, weil sie einfach diesen Individualisierungsprozess verschlafen hat“, sagte Simone Scheps im Beitrag über ihre Erfahrungen.

Horst Groschopp, Kulturwissenschaftler und langjähriger Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, stellte in der Reportage von ZDFneo fest: „Ich denke, dass die Mehrheit der Menschen ohne einen Gott auskommt.“  

Zwar sei Religion für viele Menschen nicht ohne Bedeutung, aber das müsse nicht an Vorstellungen von Göttern gebunden sein, so Groschopp. Kirchen seien große Kultureinrichtungen für eine bestimmte Gemeinschaft. „Käme ein Pfarrer auf mich zu, würde ich mich mit ihm über Gott und die Welt unterhalten“, stellte Groschopp klar.

Ulf Plessentin, Religionswissenschaftler an der Freien Universität Berlin, berichtete über Beobachtungen der globalen Lage. Den Rückgang des Einflusses der organisierten Religion hierzulande führte er unter anderem auf den demografischen Wandel und die Religionsfreiheit in Deutschland zurück.