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Humanistischer Verband aktuell in den Medien

30. Mai 2017

Um die Frage nach zeitgemäßen Konzepten für die schulische Wertebildung drehte sich am Wochenende eine Diskussion in der DLF-Sendereihe „Campus & Karriere“. Eine neue ARD-Reportage rückte die Humanistische Grundschule in Führt in den Fokus.

Immer weniger Menschen in Deutschland bezeichnen sich als religiös, seit Jahren sinkt die Zahl der Schüler, die einen konfessionellen Religionsunterricht besuchen. Menschen mit Migrationshintergrund sind dagegen oft deutlich religiöser als einheimische Deutsche. Sollte es einen religionsübergreifenden Religionsunterricht für alle geben?

Über unter anderem diese Frage wurde am vergangenen Samstagnachmittag im Deutschlandfunk diskutiert. Mit dem DLF-Moderator Benedikt Schulz diskutierte Michael Bauer, Vorstand des Humanistischen Verbandes Bayern, sowie Michael Bongardt, Professor für Vergleichende Ethik und für die Ausbildung zukünftiger Ethiklehrer verantwortlich, und Volker Franken, Leiter der Evangelischen Gesamtschule Gelsenkirchen-Bismarck. Die rund einstündige Sendung kann auf deutschlandfunk.de nachgehört werden.

Im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in der vergangenen Woche wurde in der Sophienkirche in Berlin-Mitte auch über die Frage diskutiert, inwieweit, wo und warum konfessionsfreie und nichtreligiöser Bürgerinnen und Bürger in Deutschland benachteiligt werden. Über die Podiumsdiskussion mit Michael Bauer, dem früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier und dem Leiter der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Reinhard Hempelmann, berichtete u.a. der Tagesspiegel.

Die Verflechtungen von Religion und Politik behandelt außerdem eine vor kurzem ausgestrahlte ARD-Reportage mit der Titelfrage „Wie viel Religion verträgt Deutschland?“ – und sie lässt ebenfalls Humanistinnen und Humanisten zu Wort kommen. In einer knappen Dreiviertelstunde dreht es sich um Glauben und Nichtglauben in unserer Gesellschaft, die Privilegierung von Kirchen und umgekehrt die Benachteiligung Nichtreligiöser. Dass die christlichen Kirchen an Zulauf verlieren, heißt nicht zwingend, dass sie auch an Einfluss verlören. Zu Wort kommen neben Kirchenvertretern und Wissenschaftlern in der Sendung auch Vertretern des Humanistischen Verbandes Deutschlands, denen an einer neuen „Reformation“ gelegen ist. Eine Reformation, die Nichtreligiöse und Humanisten endlich auch tatsächlich den Angehörigen der Kirchen rechtlich und praktisch gleichstellt. Die Reportage zeigt zugleich weltlich-humanistische Alternativen zu konfessionellen Einrichtungen. Fündig wurde sie „ausgerechnet in Bayern“, genauer: in Fürth. Ein Drehteam besuchte dort die Humanistische Grundschule, die bislang einzige Schule ihrer Art im ganzen Bundesgebiet. Es sah Kindern beim Philosophieren zu, befragte Eltern und die Schulmanagerin Ulrike von Chossy. Die komplette Sendung ist noch bis zum 22. Mai 2018 in der ARD-Mediathek zu sehen.