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Humanistischer Verband unterstützt Allianz für Weltoffenheit

12. März 2016

Insgesamt rund 150 Organisationen und Verbände tragen den aktuellen Aufruf „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Der Aufruf wurde anlässlich der Gründung der Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat am 11. Februar 2016 in Berlin vorgestellt. In dem gemeinsamen Aufruf fordert die Allianz unter anderem ein verbessertes Bildungsangebot als Schlüssel für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration, eine Flüchtlingspolitik, die faire Asylverfahren garantiert, sowie eine ausreichende finanzielle Vorsorge und gerechte Teilhabechancen für alle Menschen in Deutschland. Der Aufruf appelliert angesichts der aktuellen Herausforderungen insbesondere im Zusammenhang mit der gewachsenen Zahl geflüchteter Menschen in Europa an die Bürgerinnen und Bürger in der Bundesrepublik Deutschland, die demokratischen Grundwerte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren sowie Hass und Intoleranz entschieden entgegenzutreten. Der Appell betont die Bedeutung der Grundrechte, zu denen die Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht auf körperliche Unversehrtheit ebenso zählen wie die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Diskriminierungsverbot und die Meinungs- und Kunstfreiheit. Der Aufruf der Allianz wird auch vom Humanistischen Verband Deutschlands unterstützt.

„Solidarität mit von Krieg und Not bedrängten Menschen, die unbedingte Achtung und Verteidigung der universellen Menschenrechte und die Förderung von sachlichen und lösungsorientierten Diskussionen über Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben Aller gehören zu den zentralen Prinzipien und Werten unserer humanistischen Lebensauffassung. Fremdenhass und Gewalt gegen unschuldig verfolgte und geflüchtete Menschen lehnen wir ebenso ab wie nationalistische, rassistische und andere menschenverachtende Ideen. Daher begrüßen wir die Entstehung der Allianz für Weltoffenheit, die nun gerade zu einem der breitesten zivilgesellschaftlichen Bündnisse  in der Geschichte der Bundesrepublik heranwächst, sehr“, sagte Frieder Otto Wolf, Präsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands, dazu am gestrigen Freitag. Wolf sagte weiter, dass zum Schutz der Würde und der Rechte jedes Menschen, der ein friedliches und solidarisches Zusammenleben anstrebt, alle Bürgerinnen und Bürger und alle Organisationen der Zivilgesellschaft berufen sind. „Wenn dies von der Mehrheit der Menschen in Deutschland anerkannt und auch praktisch umgesetzt werden kann, dann können wir gemeinsam die großen Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, bewältigen“, so Frieder Otto Wolf.

Am Sonntag finden in mehreren Bundesländern die Landtagswahlen statt. Das Grundrecht auf Wahlen ist eines der wichtigsten Elemente der Demokratie und eine der wirksamsten Möglichkeiten zur Mitbestimmung der politischen Entwicklung. Als eine Unterstützerorganisation der Allianz für Weltoffenheit ruft der Humanistische Verband Deutschlands hiermit seine Mitglieder und alle Menschen, die mit den vom Verband vertretenen Überzeugungen und Werten sympathisieren,  dazu auf, wählen zu gehen und damit für die in dem Aufruf vereinbarten Ziele und Grundsätze aktiv zu werden.

Weiterführende Informationen

Allianz für Weltoffenheit

Humanistische Perspektiven zur Flüchtlingspolitik