HVD-Präsidium tagte in Nürnberg
Dabei gab es neben einer umfangreichen Tagungsordnung am 21. Januar auch eine Diskussion mit Michael Bauer, Vorstand des bayerischen Verbandes und einer der Sprecher der Laizisten in der SPD, über das vom HVD vertretene Verständnis der Gleichbehandlung.
Dem HVD geht es nicht darum, wie polemisch behauptet wird, „im Privileg“ gleich behandelt zu werden, sondern er tritt dafür ein, dass eine demokratisch kontrollierte öffentliche Förderung weltanschaulicher Zusammenhänge als Beitrag zur öffentlichen Kultur erfolgt. Weltanschauliche Inhalte und Praxis sollten nicht im Namen einer missverstanden US-amerikanischen und französischen Säkularität aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden.
Das Präsidium wird über die „diesseits“ zu einem „Humanistentag“ in Berlin am 17. Juni aufrufen, der Begegnungen und offenen Austausch der organisierten Humanistinnen und Humanisten ermöglichen wird. Helmut Fink (Nürnberg) koordiniert die Vorbereitung.
Einen Tag zuvor, am 16. Juni, wird ebenfalls in Berlin die nächste Sitzung des Bundeshauptausschusses stattfinden. Dieser wird sich vor allem mit dem Stand der Überarbeitung des „Humanistischen Selbstverständnisses“ befassen.
Außerdem plant das Präsidium des HVD die Entwicklung einer Strategie für den Aufbau humanistischer Beratungsangebote. Es hat auch grünes Licht dafür gegeben, nach fast 20 Jahren Verbandstätigkeit die Aufgabe einer seriösen Archivierung in Kooperation mit dem Bundesarchiv anzugehen. Nicht zuletzt wurden auf der Grundlage eines Diskussionspapieres von Michael Niepel Grundsätze für die Weiterentwicklung der Web-Auftritte des Bundesverbandes beschlossen.
FOW 21.1.12
