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Der Sturm der Gegenpäpste

Mehr als 10.000 Menschen wollen Donnerstag auf der Straße gegen den Papst demonstrieren. Wer sind sie? Was kritisieren sie? Und womit werden sie werfen? Eine kleine Typologie der Papstgegner.

von KONRAD LITSCHKO

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Die Queer-Fraktion

Sie bilden den zahlenmäßig stärksten Block: Vom CSD e. V. bis zur "Vereinigung lesbischer und schwuler Polizeibediensteter" wird seit Wochen zur Großdemo getrommelt. Ihr Antrieb: persönliche Betroffenheit. Dass der Papst als Wiederholungstäter gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Kondome und selbstbestimmte Liebe verdammt, sei nichts anderes als "Menschenfeindlichkeit", so das Credo. Kaum eine Instanz mache es Schwulen, Lesben und Transgender heute schwerer in der Welt. Komisch eigentlich: stehe doch der Papst der "größten, transnationalen Schwulenorganisation der Welt" vor.

Protest: Kiss-ins, Dildos Schwenken, GegenpäpstInnen

Vertreter: Lesben-, Schwulen- und Transgruppen aller Couleur

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Die Humanisten

Tummelplatz der Atheisten. Gott ist tot, da brauchts keinen Papst. Freiheit, Selbstbestimmung, Menschenrechte für alle - mit Ratzinger, der die "Diktatur des Relativismus" predigt, nicht zu machen. Zum Beispiel, wenn die Kirche in ihren Sozialeinrichtungen Betriebsräte behindere und Abweichlern (geschieden, homosexuell, nicht katholisch) mit Kündigung drohe. Oder wenn Ratzinger Holocaustleugner aus der Fundi-Riege (Pius-Brüder!) wieder in die Runde der Schäfchen zurückhole. Auch beliebt: der historische Fingerzeig. Inquisition und ausbleibende Kritik von Papst Pius XII. an den deutschen NS-Gräueln.

Protest: Kraft der Argumente

Vertreter: Humanistische Verbände, Bund der Konfessionslosen und Atheisten, Naturfreunde, Amnesty International


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