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Hilfe bei der Pflege schwer kranker Kinder

Von Petra Götze

Der 13jährige Feréol liegt in seinem Spezialrollstuhl und atmet leicht röchelnd. Liebevoll streichelt seine Mutter Ute Angermann sein Gesicht. Über eine Sonde führt sie ihm vorsichtig ein kleines bisschen pürierte Nahrung zu.

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Seit vier Jahren steht Ute Angermann bei der Pflege ihres schwer kranken Kindes ein ehrenamtlicher Familienhelfer vom ambulanten Hospizdienst Berliner Herz zur Seite. Manfred kommt einmal die Woche, passt auf Feréol auf, geht bei schönem Wetter mit ihm spazieren und kümmert sich um ihn um, damit seine Mutter Erledigungen machen und sich auch einmal um die gesunde 15jährige Tochter kümmern kann. "Mit Feréol in seinem schweren Spezialrollstuhl einkaufen zu gehen und Bus zu fahren ist schon schwierig", sagt Ute Angermann.

Der gemeinnützige Verein Berliner Herz wurde im Jahr 2007 von Christiane Edler gegründet und betreut mittlerweile 120 viele Familien mit schwer kranken Kindern in ganz Berlin mit ebenso vielen ehrenamtlichen Familienhelfern. "Vielen Eltern fällt es schwer, ihr krankes Kind in andere Hände zu geben. Unsere Helfer haben viel Erfahrung und richten sich nach den Wünschen der Eltern", sagt Christiane Edler. Die Familien können selbst entscheiden, wie die Hilfe aussehen soll. Manchmal braucht das gesunde Geschwisterkind besondere Aufmerksamkeit, oder eine alleinerziehende Mutter braucht Unterstützung bei Arztbesuchen oder Behördengängen.

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Deshalb plant das Berliner Herz den Aufbau eines eigenen stationären Hospizes mit Plätzen für zehn Kinder - fünf im vollstationären Bereich und fünf teilstationär, das heißt, die Kinder werden nur tagsüber betreut und übernachten zu Hause. "Genau das fehlt vielen Müttern, die wegen fehlender Betreuung für ihr Kind nicht arbeiten können", sagt Christiane Edler. Ein geeignetes Haus ist schon gefunden - in der Lebuser Straße in Friedrichshain.

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Die Hälfte der Investitionssumme bringt der Träger der geplanten Einrichtung, der Humanistische Verband Deutschland, aus Eigenmitteln, Stiftungsgeldern und Spenden auf. Für die andere Hälfte hofft das Berliner Herz auf Mittel aus der Lottostiftung. "Es ist ein Modellprojekt, ein teilstationäres Kinderhospiz gibt es in Berlin bisher nicht", sagt Christiane Edler. 650 000 Euro sind beantragt, die Entscheidung soll Ende des Monats fallen.

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