Humanismus für heute
Mit den malerisch schön färbenden Worten „hohe Wellen im Hafen" beschreiben die Japaner eine ihrer Naturkatastrophen, nämlich den „ Tsunami". Hierzulande erst in aller Munde seit Dezember 2004, mit dem großen Seebeben im indischen Ozean. Japaner wissen seit Jahrhunderten, auf welch gefährdeten Inseln sie wohnen. Sie hatten versucht, sich durch Schutzdämme und Frühwarnsysteme zu schützen. Die Erde schüttelte sich gewaltiger als es berechnet und befürchtet war. Nord-Japan wurde überschwemmt und verwüstet.
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Vernünftiges Handeln ist gefragt: sowohl von der Bundesregierung wie vom mündigen Bundesbürger.
Angst bewirkte die Entscheidung der Bundesregierung, jetzt und sofort den Betrieb von sieben Atom-Kraftwerke einzustellen. Ob es die Angst der Bundeskanzlerin Merkel vor Wählerverlusten oder vor dem Wohlergehen der Bundesbürger war, kann hier offen bleiben. Antworten dazu werden mündige BürgerInnen geben.
Eine solche Entscheidung ist aber frei von jeglichen vernünftigen Fragestellungen. Vor einem halben Jahr hat dieselbe Bundesregierung eine Laufzeitverlängerung - auch der jetzt stillgelegten Kraftwerke - beschlossen. Sind die Kraftwerke nur ein halbes Jahr später so marode, dass Gefahr für Leib und Leben droht? Mit Sicherheit nicht!
Die vernünftige Fragestellung ist: Sind Kraftwerke, die mit Atomenergie betrieben werden, an sich eine Gefahr für Leib und Leben? Und die einzig vernünftige Antwort lautet: Ja!
Deshalb müssen alle abgeschaltet werden.
Euer Erz-Humanist
