Humanisten begrüßen die Resolutionen des Welthumanistenkongress
Ein sichtbares Zeichen dafür, vor welchen Herausforderungen wir in global verbundener Weise stehen.
Thomas Hummitzsch
Auf dem 18. Welthumanistenkongress in der norwegischen Hauptstadt Oslo verabschiedeten die rund 450 Delegierten aus 50 Ländern die sog. Osloer Friedenserklärung sowie weitere Resolutionen bezüglich der Gleichberechtigung nichtreligiöser Menschen in der Militärseelsorge sowie für den Kampf gegen die Korruption. Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) begrüßte eine Woche nach dem Kongress die beschlossenen Positionen. Sie dokumentieren die Bereitschaft zu sozialer und globaler Verantwortung, heißt es in der Erklärung des Verbandes vom Wochenende.
Die Osloer Friedenserklärung stellt unter anderem fest, dass Frieden mehr ist als die Abwesenheit von Krieg. Die Verbreitung von Waffen wird darin als ressourcenverschwendende Gefährdung beurteilt und fordert die Humanisten in aller Welt auf, ihre nationalen Regierungen davon zu überzeugen, in den Vereinten Nationen sowie auf nichtstaatlicher Ebene gegen friedenshemmende Prozesse aktiv zu werden. Die Sicherung dauerhaften Friedens müsse zudem als aktiver und kontinuierlicher Prozess verstanden werden. Alle Mitgliederorganisationen der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU) sowie Humanisten sollen weltweit kooperieren, um diese Ziele langfristig durchzusetzen.
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HVD-Präsident Frieder Otto Wolf freute sich darüber, dass es gelungen sei, „in drei wichtigen Themenfeldern eine gemeinsame Haltung zu finden", da die Resolutionen die Bereitschaft der Humanisten weltweit dokumentierten, selbst Verantwortung für Grundlagen des Friedens zu übernehmen. „Sie sind auch ein sichtbares Zeichen dafür, vor welchen Herausforderungen wir in global verbundener Weise stehen", so Wolf.
