HVD: Forsa-Umfrage bestätigt eingeschlagenen Kurs
80 % der Konfessionsfreien bekennen sich humanistisch
Auf der anlässlich seines 15-jährigen Bestehens gegebenen Pressekonferenz stellte der Humanistische Verband Deutschlands heute die Ergebnisse einer beim Meinungsinstitut Forsa in Auftrag gegebenen repräsentativen Studie vor. Danach stimmen 56 % der Deutschen der vom HVD vertretenen humanistischen Lebensauffassung zu: "ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben frei von Religion und dem Glauben an einen Gott…; das auf ethischen und moralischen Grundüberzeugungen beruht". Unter den Konfessionsfreien sind es sogar 80 % Humanisten. 40 % der Gesamtbefragten würden es begrüßen, wenn Interessenvertretungen der Konfessionsfreien - wie zum Beispiel der HVD - das gleiche Gewicht in der deutschen Öffentlichkeit hätten wie die christlichen Kirchen. Immerhin 25 % wünschen sich eine Interes-senvertretung wie den HVD.
Dazu der Bundesvorsitzende Dr. Horst Groschopp:
"15 Jahre nach seiner Gründung kann der Humanistische Verband Deutschlands auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken. Der Verband betreibt heute zahlreiche soziale und kulturelle Projekte, hat eine Jugendorganisation, ein Hilfswerk für Katastrophenfälle, Humanistische Akademien, eine Verbandszeitschrift u. a. m. Die Forsa-Umfrage ist ein weiterer Beleg dafür, dass die "Rückkehr der Religion" reine "Märchenerzählerei" ist. Die Akzeptanz unserer Werte und Grundsätze wächst in der Bevölkerung. Das sehen wir als Auftrag, den HVD als wichtigs-te Stimme der Konfessionsfreien weiter zu stärken. Wir werden deshalb künftig mit unserer politischen Forderung der Gleichbehandlung noch stärker an die Öffentlichkeit gehen".
Nicht einmal eine Mehrheit der jeweiligen Kirchenmitglieder lehnt mehr Öffentlichkeit für Konfessionsfreie ab! Im Gegenteil: 34% der evangelischen und sogar 41% der katholischen Kirchenmitglieder sind für eine Gleichbehandlung der Konfessionsfreien in der Öffentlichkeit. Der hohe Anteil an Zustimmung zu einer größeren Präsenz von Konfessionsfreien in der Öffentlichkeit bei Gläubigen, sollte Kirchenvertreter endlich dahin bringen, ihre Blockadehaltung gegenüber dem HVD und den von ihn vertretenen Positionen aufzugeben zu Gunsten eines Dialogs zum Beispiel über Sterbehilfe und einen den Herausforderungen unsere Zeit angemessenen Werteunterricht.
