Jugendweihe in Berlin beliebter als Konfirmation
Die traditionelle Jugendweihe wird in ganz Berlin immer beliebter. In Ost und West entscheiden sich immer mehr Jugendliche für die weltliche Feier, während die evangelische Kirche besorgt über den Rückgang der Konfirmationen ist.
Die Jugendweihe war besonders in der DDR weit verbreitet und galt auch nach der Wende lange als Ost-Phänomen. Sie ist aber keine Erfindung der DDR. Schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen nicht-religiöse Mündigkeitsfeiern auf. In der DDR waren die Feiern politisch instrumentalisiert worden.
"Dass die Jugendlichen bei uns besonders aus Ostberlin kommen, können wir nicht mehr bestätigen", sagte Henry Behrens, Geschäftsführer des Vereins Jugendweihe Berlin-Brandenburg. Die Klischees von Ost- und Westberlinern seien längst überholt. Knapp 3000 Jugendliche feierten im Jahr 2010 bei dem Verein den Abschied von der Kindheit und den Übergang ins Erwachsenenalter. Das waren 245 mehr als im Jahr zuvor.
Ein Trend, den auch der Humanistische Verband Berlin spürt. Hier stieg die Teilnehmerzahl 2010 um fast 300 auf 1629 Jugendliche. "Für die Feiern in diesem Jahr haben wir schon mehr als 2000 Anmeldungen. Und wir erwarten weitere", sagte Gesine Laatz vom Humanistischen Verband.
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Der Verein Jugendweihe veranstaltet vom 14. Mai bis zum 11. Juni 14 Feste in Berlin. Der Humanistische Verband feiert vom 7. Mai bis 4. Juni insgesamt fünf Mal im Friedrichsstadtpalast.
