
Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) hat einen Zehn-Punkte-Leitfaden zu Patientenverfügungen entwickelt. Ziel ist es, Vorsorgewillige ebenso wie Ärzte, Betreuer und Pflegende umfassend darüber zu informieren, worauf es beim Erstellen, Interpretieren und Ausführen einer Patientenverfügung ankommt und wo die häufigsten Probleme liegen. Damit möchte der HVD bestehende Unsicherheiten ausräumen und zur Qualitätsprüfung von Patientenverfügungen beitragen. Der Humanistische Verband kann als Beratungs- und Hinterlegungsstelle für mehr als 12.000 Patientenverfügungen auf eine über 15-jährige Erfahrung zurückgreifen.
Vom Gesetzgeber fordert der HVD nun eine praxistaugliche Rahmenregelung, die die bestehende Rechtslage gesetzlich verankert. Damit wendet sich der HVD gegen politische Bestrebungen, die sog. Reichweite von Patientenverfügungen lediglich auf tödlich verlaufende Krankheiten beschränken zu wollen. In jedem Fall sollte das Selbstbestimmungsrecht und die Entscheidungsmacht der Patienten gestärkt werden. Dies schließt eine Regelüberprüfung durch ein Gericht aus.
Markenzeichen des Humanistischen Verbandes ist es, Vorsorgewillige beim Abfassen einer individuell-konkreten Patientenverfügung zu unterstützen. Wozu dient eine Patientenverfügung? Was passiert, wenn ich keine Vorsorge treffe? Welche Minimalstandards sollte eine Patientenverfügung enthalten und bei welchen Formulierungen ist Vorsicht geboten? Welche Modelle von Patientenverfügungen gibt es und wo kann ich mich fachkundig beraten lassen? All diese Fragen werden in dem fünfseitigen Leitfaden ausführlich und differenziert beantwortet.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 10-Punkte-Leitfaden.pdf [1] | 528.56 KB |
Verweise:
[1] http://www.humanismus.de/sites/humanismus.de/files/10-Punkte-Leitfaden.pdf