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Wie sollen Christen mit Atheismus umgehen?

Berlin (idea) – Atheisten melden sich zunehmend mit polemischer Religions- und Kirchenkritik zu Wort. Obwohl ihre Gruppen vergleichsweise klein sind, gelingt es ihnen, sich über die Medien Gehör zu verschaffen. Atheistische Angebote wie Jugendweihe, Lebenskundeunterricht und Kindertagesstätten konkurrieren mit denen der Kirche. Wie sollen Christen mit dieser Entwicklung umgehen und wie kann man mit Atheisten ins Gespräch kommen?

Darüber gibt eine neue Studie der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin Auskunft. Sie trägt den Titel „Dialog und Auseinandersetzung mit Atheisten und Humanisten".

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Wächst der Einfluss atheistischer Verbände?

In der Studie wird bezweifelt, dass atheistische Verbände für weite Teile der Bevölkerung sprechen können. Zwar beanspruche der Zusammenschluss von elf Organisationen, der „Koordinierungsrat säkularer Organisationen", die Interessen von mehr als einem Drittel der Deutschen zu vertreten, die keiner Konfession angehören, doch müsse dieser Anspruch zurückgewiesen werden. So teilten laut einer Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach (Allensbach am Bodensee) lediglich sieben Prozent der Bevölkerung die Ansichten etwa des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD). Dieser hat derzeit etwa 10.000 Mitglieder. Es sei fraglich, ob er eine größere Zahl von Mitgliedern hinzugewinnen könne, so die EZW. Dennoch komme dem HVD kultur- und rechtspolitische Bedeutung zu. Große Chancen habe er beispielsweise beim Ausbau seines Dienstleistungsangebotes, etwa von Kindertagesstätten, dem Lebenskundeunterricht an Schulen sowie der „Jugendfeier" als Alternative zur Konfirmation. Für „politisch mehrheitsfähig" hält die Studie die Forderung des HVD, Religion als ordentliches Schulfach zugunsten des Faches „Ethik" abzuschaffen bzw. in ein frei zu wählendes Fach umzuwidmen. Dem stünden zwar geltende Verträge entgegen, doch justiere sich das Verhältnis von Staat und Kirche derzeit neu.

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