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Verärgerung über Vorstoß des Verbandes

Fredersdorf-Vogelsdorf (MOZ) Der Humanistische Verband Deutschland (HVD) hatte vor wenigen Tagen an die Adolph-Hoffmann-Villa in Vogelsdorf eingeladen und präsentierte dort der Presse und der Landtagsabgeordneten Jutta Lieske (SPD) seine Vorstellungen über die Sanierung und den Umbau der Villa. Das stieß bei den Gemeindevertretern auf Kritik.

Waldesfrieden - so nannte der Sozialdemokrat Adolph Hoffmann sein Sommerhaus, das er ab 1906 in Vogelsdorf erbauen ließ. Mit Türmchen und Balkonen, auf einem großen Grundstück. Doch der Frieden ist gestört, oder zumindest angeknackst, seit der Humanistische Verband vor wenigen Tagen zum Vor-Ort-Termin bat. Und recht konkrete Vorstellungen äußerte, mit welchen Vereinbarungen man den Erhalt vorantreiben könnte und wie sich der HVD vorstellt, aus der Villa eine Jugendbegegnungsstätte zu bauen.

"Mir ist keine Beschlussvorlage bekannt, dass die Gemeinde dem HVD dieses Areal übereignet hat oder dies tun will", sagte und fragte gleichermaßen Wolfgang Thamm (W.I.R.) auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung nach, ob ihm etwas entgangen sei.

Bürgermeister Uwe Klett (Linke) antwortete deutlich, dass er sehr verärgert sei über das Vorgehen des HVD. Bei der Einladung zum Vor-Ort-Termin sei innerhalb des Verbandes einiges schiefgelaufen, so dass er nicht dabei war. "Ich teile Ihre Überraschung", erklärte er Wolfgang Thamm. Er bestätigte, dass es keinen Beschluss der Gemeindevertreter gibt, dieses Areal an den HVD zu übergeben, egal in welcher Form. einig sei man sich aber, dass dieses Gebäude relativ schnell eine öffentliche Nutzung erhalten soll.

Mit Verwunderung hat auch Rainer Wallat vom Bürgerbeirat Vogelsdorf auf die Veröffentlichung reagiert. Bereits im April 2009 wurde von einer Gruppe interessierter Bürger aus Vogelsdorf ein Konzept zur möglichen Nutzung der Villa erarbeitet.

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