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Humanistische Kritik am Transhumanismus

14. November 2014 - 16:00 - 15. November 2014 - 17:15

Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg lädt ein zu Tagung, Workshop und Vortrag.

Ob genetische Optimierung oder Neuro-Enhancement, Cyborgs oder Upload: Der Transhumanismus ist eine modische Denkrichtung, die den Einsatz von Wissenschaft und Technik zur gezielten Selbstverbesserung des Menschen enthusiastisch begrüßt und einfordert.

Die Problemstellung „Humanistische Kritik am Transhumanismus“ hat eminente praktische und politische Relevanz. Welche Formen von Dehumanisierung aber verbergen sich im Transhumanismus? Welche Verbesserungstechniken sind mit einer Kultur der Menschenwürde vereinbar, welche nicht? Möchten Sie gerne in einer genetisch optimierten Gesellschaft leben? Was halten Sie davon, wenn jedes unzureichend funktionierende oder versagende Organ durch künstliche Bauteile ersetzt werden kann? Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihre geistige Leistungsfähigkeit durch neuronale Implantate derart steigern, dass Sie beim Lernen und Arbeiten nicht mehr ermüden? Und fänden Sie es nicht wunderbar, wenn währenddessen Ihre komplette Hausarbeit von intelligenten Robotern erledigt würde?

Jenseits von Technikenthusiasmus und -feindlichkeit thematisiert die Tagung die Frage nach humanistischen Grenzen einer Verbesserung des menschlichen Lebens.

Samstag 15.11, 9.30 – 17.15 Uhr
Tagung „Humanistische Kritik am Transhumanismus“
Mit: Dr. Stefan Lorenz Sorgner, Direktor des Beyond Humanism Network und Fellow beim Institute for Ethics and Emerging Technologies; Prof. Dr. Joachim Fischer, Technische Universität Dresden, Philosophische Fakultät, Institut für Soziologie; Prof. em. Dr. Enno Rudolph, Universität Luzern, Kulturwissenschaftliches Institut.

Im Vorfeld der Tagung am Samstag lädt die Akademie zu zwei weiteren Veranstaltungen ein:

Freitag 14.11, 16.15 – 17.45 Uhr
Workshop „Digitale Selbstverteidigung“
Mit Rainer Rehak, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Sie bringen Ihre eigenen Endgeräte wie Laptops und Tablets mit und erhalten praktische Anleitungen, wie Sie sich als User_innen eine möglichst weitgehende Selbstbestimmung bewahren und besser schützen können.

Freitag 14.11, 18 – 18.45 Uhr
Vortrag „Humanismus und digitale Welt“
Mit Rainer Rehak, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Der Vortrag hat einführenden Charakter und zeichnet eine Problemlandkarte derjenigen Gebiete, in denen ein zeitgenössischer Humanismus von den digitalen Entwicklungen betroffen ist und praktische wie politische Antworten finden muss. (Der deutsche Buchhandel hat mit seinem Friedenspreis in diesem Jahr Jaron Lanier ausgezeichnet, einen digitalen Aktivisten, der für einen digitalen Humanismus streitet.)

Eintritt frei, Anmeldung unter www.humanistische-akademie-berlin.de

GLS Campus Berlin „Die Schule“,
Kastanienallee 82
10435 Berlin