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„Mein Körper – Meine Verantwortung – Meine Entscheidung: weg mit § 218!“

9. Juli 2016 - 11:00 - 10. Juli 2016 - 13:00

Das vom Humanistischen Verband Deutschlands unterstützte Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung lädt am 9. und 10. Juli 2016 zur Konferenz in Berlin ein.

„Die Konferenz soll eine neue Debatte über den § 218 StGB entfachen“, sagte Ines Scheibe, Bündniskoordinatorin und selbst für den Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg in der psychologischen Beratung tätig. Ines Scheibe weiter: „In Deutschland steht ein Schwangerschaftsabbruch nach § 218 noch immer unter Strafe und wird nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei gestellt. Es ist ein Skandal, dass bis heute für Frauen und Mädchen kein uneingeschränktes Recht auf Selbstbestimmung über ihren Körper besteht und hier eher Rückschritte als Fortschritte zu verzeichnen sind.“

In Deutschland ist in den letzten Jahren der Druck von Lobbygruppen und einzelnen Parteien gestiegen, das Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzuschränken. Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) fordert gar ein generelles Verbot. Homophone und sexistische Positionen werden wieder gesellschaftsfähig.

Immer wieder erleben Ärzt*innen Anfeindungen, Beratungsstellen werden mit Klagen überzogen, einigen droht die Schließung. Nicht nur die Situation in Deutschland, sondern auch die internationale Lage soll am Wochenende mit Pro-Choice Aktivisten*innen aus Irland, Polen und Spanien sowie Vertreter*innen aus Medizin und Politik erörtert werden.

Die Konferenz startet mit der Geschichte des Widerstands gegen den Strafgesetzbuchparagrafen 218 und endet mit Planungen zum Aktionstag am 17. September 2016, den das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung seit 2013 jährlich als Protest gegen den „Marsch für das Leben“ organisiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung ein Menschenrecht ist.

Konferenz-Details

Samstag, 9. Juli 2016, von 11 - 20 Uhr und Sonntag, 10. Juli  2016, von 10 - 13 Uhr

Im Schloss 19, Schlossstraße 19, 14059 Berlin (U2 Sophie-Charlotte-Platz). Der Eintritt ist frei.

Programm: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/5154/konferenz-2016-programm/

Anmeldung: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/konferenz-2016/

Die Konferenz wird gefördert von der Bewegungsstiftung (www.bewegungsstiftung.de)

Über das Bündnis

Das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ist ein breites Bündnis aus rund 30 zivilgesellschaftlich aktiven Verbänden, Netzwerken, Beratungsstellen, Gewerkschaften und parteipolitischen Vereinigungen sowie rund 2.000 Einzelpersonen. Gegründet wurde es 2013 und organisiert seither Proteste gegen die Ziele des jährlich stattfindenden „Marschs für das Leben“, mit dem für ein europaweites totales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen geworben wird.

Die Bündniserklärung: http://www.sexuelle-selbstbestimmung.de/buendniserklaerung/

Im Schloss 19
Schlossstraße 19 ((U2 Sophie-Charlotte-Platz))
14059 Berlin