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Wir über uns

Der Humanistische Verband Deutschlands (HVD) wurde am 14. Januar 1993 in Berlin gegründet. Einige seiner Mitgliedsverbände blicken auf eine über 150-jährige Geschichte zurück.

Wir sind eine Weltanschauungsgemeinschaft im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik und eine Kultur- und Interessenorganisation von Humanistinnen und Humanisten in Deutschland.

Es haben sich Menschen zusammengeschlossen, die für einen modernen Humanismus eintreten. Wir sind miteinander durch säkulare ethische Lebensauffassungen verbunden.

Der Verband hat sich eine überparteiliche, föderalistische und demokratische Organisation gegeben, die Kultur- und Bildungsangebote sowie soziale Unterstützung und Beratung anbietet.

Zweck unseres Verbandes ist die Förderung von Humanismus und Humanität auf weltlicher Grundlage. Wir sind der Überzeugung, dass ein moderner praktischer Humanismus im Kern darin besteht, dass Menschen ein selbstbestimmtes und verantwortliches Leben führen und einfordern, ohne sich dabei an religiösen Glaubensvorstellungen zu orientieren.

Wir halten die These von der Rückkehr der Religionen für falsch und nicht den Tatsachen entsprechend, auch wenn Kirchenpolitiker und Medien etwas anderes suggerieren. Was aber diese Offensive von uns fordert, ist ein klares Bekenntnis zu einem modernen Humanismus. Dafür engagieren wir uns in allen Bereichen des gesellschaftlichen und politischen Lebens, in denen weltanschauliche Fragen berührt sind.

Unser praktischer Humanismus unterstützt Menschen in allen individuellen Lebensphasen - von der Schwangerschaft, über die Kindererziehung, Jugend- und Bildungsarbeit, bis hin zur Sozialarbeit, Altenpflege und Sterbebegleitung.

Selbstverständlich haben wir eigene politische Positionen, mit denen wir uns einmischen [Politische Forderungen]. Dabei suchen wir Bündnispartner und den Dialog mit allen, die ebenfalls Humanität begründen, sei es christlich, islamisch, jüdisch, buddhistisch, konfuzianisch oder anders.

Der HVD ist Mitglied der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union (IHEU), des weltweiten Zusammenschluss von über hundert humanistischen Organisationen aus vierzig Ländern. Die IHEU wurde 1952 in Amsterdam gegründet und vertritt mehr als vier Millionen Humanistinnen und Humanisten. Sie wurde durch die Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UNO) inspiriert und stellte sich die Aufgabe, an einer demokratischen, humanen Gesellschaft mitzuarbeiten.

Am Beginn des 21. Jahrhunderts drängen junge humanistische Initiativen und Organisationen aus den Ländern Osteuropas auf demokratische Reformen, soziale Gerechtigkeit und Achtung der Menschenrechte. Humanistinnen und Humanisten unterstützen diese Bestrebungen, weil sie Hoffnung und kreativer Impuls für ein neues, friedliches Europa sind.

Im Rahmen der Europäischen Humanistischen Föderation (EHF) arbeitet der HVD auch an der europäischen Verständigung und Interessenvertretung der konfessionsfreier Menschen mit.

Der Humanistische Verband Deutschlands stützt sich auf die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und die sich daran anschließenden internationalen und europäischen Menschenrechtskonventionen.

Der Humanistische Verband Deutschlands ruft alle Konfessionsfreien, Atheistinnen und Atheisten, Agnostikerinnen und Agnostiker, Freidenkerinnen und Freidenker sowie freigeistigen Menschen auf, im HVD ihre Interessen zu vertreten und gemeinsam für ein menschliches und solidarisches Miteinander in dieser Gesellschaft und im europäischen und weltweiten Maßstab zu arbeiten.